10/10/10 Unbedingte Kaufempfehlung!.
Thomas Baack - Klassik Heute
31 December 2019
Johann Sebastian Bachs sechs für die Traversflöte geschriebene Sonaten – jeweils drei mit obligatem und begleitendem Cembalo – sind hinsichtlich ihrer technischen und musikalischen Anforderungen die komplexesten Werke für diese Besetzung, die uns das Barock überliefert hat. Der geforderte ungewöhnlich große Tonumfang von d1-g3 – die meisten Zeitgenossen beschränken sich auf d1-e3 – hat zu der Spekulation Anlass gegeben, dass es sich hier um Auftragswerke für den Dresdner Hofflötisten Pierre-Gabriel Buffardin oder dessen Schüler und Kollegen Johann Joachim Quantz handeln könnte, jedoch sind bisher keine diesbezüglichen Quellen aus den Beständen der Sächsischen Hofkapelle ans Licht gekommen. Werke mit dem üblichen geringeren Umfang lassen sich problemlos auf einer Blockflöte in D, einer sogenannten Voice-Flute, in der Originaltonart spielen. Will man eine „normale“ Alt-Blockflöte verwenden, muss man die Stücke – wie bereits in den barocken Quellen vielfach beschrieben – um eine kleine oder große Terz aufwärts transponieren. Dies funktioniert mit den Bach-Sonaten wegen ihres erweiterten Umfangs nur mit Abstrichen, da es zwar Kopien nach Instrumenten der Bach-Zeit gibt, auf denen diese extrem hohen Töne, wenngleich mit Kniffen wie dem Abdecken des Schallbechers auf dem Oberschenkel, dynamisch variabel ansprechen (Denner-Modelle), diese aber über ein eher schwaches tiefes Register verfügen. Instrumente nach englischer Bauart (Stanesby/Bressan) verfügen zwar über eine sonore Tiefe, reagieren jedoch oberhalb von e3 (Voice)/g3(Alt) nur auf einen, der Klangqualität abträglichen erhöhten Blasdruck.
Eine moderne Lösung
Michala Petri, die „Primadonna assoluta ohne Allüre“ der Blockflöte löst dieses Problem radikal, indem sie auf „harmonische“ Blockflöten setzt, einen Instrumententypus, der durch längere Bauart - selbst Sopranflöten benötigen hier eine Doppelklappe – den Spielern einen erweiterten Umfang, eine weitere Dynamik und ein auch in großen Sälen tragfähiges Volumen verschafft. Diese Instrumente wurden in den 90er Jahren parallel für Moeck (Ralf Ehlert) und Mollenhauer (Joachim Paetzold und Nik Tarasov) entwickelt und liegen von der Klangcharakteristik in der Mitte zwischen einer Barockblockflöte und einer hölzernen Querflöte in konischer Bohrung, wie sie bis zum Zweiten Weltkrieg in vielen deutschen Orchestern geblasen wurde. Nachteil ist allerdings, dass diese Instrumente nur in moderner Stimmung (442 Hz) zur Verfügung stehen, was für das Cembalo – und in diesem Fall die Gambe – bedeutet, einen Halbton höher als gewohnt musizieren zu müssen.
Prüfsteine des Bach-Sonatenspiels sind die beiden düsteren Werke in h- und e-moll. Petri, die sich dank des bis e1 erweiterten Tonumfangs der Mollenhauer-Instrumente für die Originaltonart und nicht für die grifftechnisch einfachere Halbtontransposition nach c-moll entschied, und ihre Kollegen verzichten darauf, das Andante, dessen Anfangsduktus an die Bass-Arie „Erleucht‘ auch meine finstren Sinnen“ aus dem Weihnachtsoratorium anklingt, mit einem passionsartigen Trauerflor zu versehen. Sie stellen vielmehr die gezackten 32stel-Motive, die sich in den anschließenden – von Petri wundervoll schlackenlos im Legato phrasierten – 16tel Triolen nie ganz entspannen können, als Moment der Aggression klar heraus, so dass sich ein Bogen zu den trotzigen Synkopen des Gigue-Abschnitts im Presto-Finale ergibt. Ähnliches geschieht im Adagio ma non troppo der e-moll Sonate (hier nach g-moll inklusive des b3 als „Crí de coeur“ transponiert) wo die Zweierbindungen der 16tel nicht geschmackvoll angeseufzt, sondern als existenzielles Stöhnen wahrnehmbar werden. Ursprünglich hat mich der improvisatorische Einstieg in den chaconneartigen Bass des Andantes irritiert. Als Antwort im Gestus eines „sich erst einmal selbst wieder finden Müssens“ auf das im vorangegangen Allegro entfachte Feuerwerk, überzeugt es mich nach wiederholtem Anhören durchaus, wenngleich dieser Effekt der Ratlosigkeit „live“ noch stärker wirken dürfte.
Diskussionen dürfte die Verwendung der Gambe in den Sonaten mit obligatem Cembalo entfachen. Hier befinden wir uns in einem Grauzonenbereich. Die h-moll Sonate würde sich vom Charakter her durchaus als Bereicherung der 6 Sonaten a 2 Clav. et Ped. für Orgel anbieten. Ebenso wäre ein Arrangement als Trio für Flöte, Violine, Continuo denkbar. Somit stört die sehr differenziert eingesetzte Gambe Hille Perls den Gesamteindruck weniger als der eher farblose Klang des Cembalos in der Lage zwischen c1 und c3. Hier hätte eine massivere Registrierung oder aufmerksamere Aufnahmetechnik zu optimalen Resultaten führen können. Auch überzeugt mich das von Jukka Ollikka neu entworfene Cembalo mit Carbon-Resonanzboden nur bedingt, da es mich zu sehr an die Bach-Cembali des seligen Neupert erinnert, was allerdings auch an der für Cembali klanglich unfreundlichen hohen Stimmung liegen mag, die der spielerischen Brillanz Mahan Esfahanis den gebührenden Raum verweigert.
Vergleich mit der alten Aufnahme mit Keith Jarrett
Vergleicht man die neue Einspielung mit der 1992 eingespielten Version, muss das Urteil lauten: für die damaligen Verhältnisse durchaus eine Sensation, im Vergleich zur Neueinspielung technisch damals schon von einer unglaublichen Könnerschaft beflügelt, interpretatorisch jedoch viel zu brav – ein Umstand, der mir manche frühe Petri-Interpretation verleidet, was gerade dann peinlich auffällt, wenn die Gambensonaten auf nur bedingt historischen „Fifth Flutes“ musiziert werden, so klanglich nett und spannend das auch sein mag.. Oder zynisch formuliert: Heinz und Sabinchen spielen virtuos mit einem Sonatinchen. Um den Reifungsprozess Michala Petris nachvollziehen zu können, reicht einzig ein Vergleich mit BWV 1034/1.
Präsentation
Das Booklet mit Beiträgen aller drei Protagonisten ist höchst informativ und liegt dankenswerterweise auch in deutscher Übersetzung vor. Klangtechnisch erscheint mir das Cembalo etwas benachteiligt.
Fazit: Michala Petri, Mahan Esfahani und Hille Perl verweisen mit ihrem tiefen Eindringen in die Bach-Sonaten und ihre stupende Umsetzung des Erkannten sämtliche Aufnahmen mit Block- und moderner Querflöte auf die hinteren Plätze. Einzig Barthold Kuijken auf dem Traverso erreicht dieses Niveau annähernd. Faszinierend, wie sich Petris in flötistischer Sicht immer allen Zweifeln überlegene Interpretation zum Essentiellen gewandelt hat. Unbedingte Kaufempfehlung!.
Thomas Baack - Klassik Heute

It is a benchmark surely for these works, filled with beauty and wonder.
Grego Applegate Edwards- Classical Modern Music. Blogspot.com
31 December 2019
One would be hard pressed to find a more talented and idiomatic trio to perform the Bach 6 Flute Sonatas BWV 1030-1035 (Our Recordings 6.220673) than you have today with the triumvirate of Michala Petri on recorder, Hille Peri on viola da gamba and Mahan Esfanhani on harpsichord.

Ms. Petri gives the transposed flute part a beautifully plaintive tone on the recorder and has breathtaking velocity for the nearly concerted allegro movements. Hille Perl and Mahan Esfahani sound regal and lucid in the realization of their parts throughout. One can gain much both listening to the whole and then to each part, which of course is a testament to the thoroughgoing genius of Bach and the beautiful playing of the trio.

The production values as ever are first rate, typical happily of Our Recordings--and that goes for the audio and CD production as well as the tasteful, state-of-the-art printing and graphic design work.

Bach's inventive magic prevails and never flags. As Mahan Esfahani points out in the illuminating liners, Bach playfully leaves open in the music itself the implications of other instrumentation possibilities (including recorder substituting for flute) which of course this trio takes full advantage of with a special brilliance.

I recommend this recording to you without hesitation. It is a benchmark surely for these works, filled with beauty and wonder. 

Grego Applegate Edwards- Classical Modern Music. Blogspot.com

Petri plays with her usual clarity and precision
Recorder Magazine (UK)
19 December 2019
This recording brings together three very different artists in some very familiar repertoire. The Bach flute sonatas have provided an irresistible challenge to many a recorder player over the decades with varied results. Petri performs these transcribed works mainly on tenor – two Moeck Rottenburgh and one developed Ralf Ehlert. There is accomplished playing from all the performers, Petri plays with her usual clarity and precision though on occasion the harpsichord can feel overly dominant.

Recorder Magazine (UK)

: Petri, Perl und Esfahani musizieren intensiv, schlüssig und inspiriert. Diese Drei haben ihren Bach verstanden.
Dr. Matthias Lange, Klassik.com (Germany)
18 December 2019
Anverwandelt
Eine tolle Kammermusikformation hat sich da zusammengefunden: Petri, Perl und Esfahani musizieren intensiv, schlüssig und inspiriert. Diese Drei haben ihren Bach verstanden.
Die sechs Sonaten BWV 1030 bis 1035 von Johann Sebastian Bach sind in ihrer überlieferten Form für die Traversflöte als Soloinstrument bestimmt, die ersten drei dazu mit obligatem Cembalo, die anderen mit Basso continuo. Nicht alle sind in ihrer Authentizität gesichert, weswegen mancher Interpret nicht das gesamte Konvolut einspielt, was bedauerlich ist: Sind es doch hochwertige Werke, stilistisch flexibel und durchaus nach vorn gewandt. Deshalb ist es erfreulich, wenn hochklassige Interpreten sich ihrer annehmen, auch wenn das in veränderter Gestalt geschieht – so wie auf der aktuellen Platte der dänischen Blockflötistin Michaela Petri, gemeinsam mit der Gambistin Hille Perl und dem Cembalisten Mahan Esfahani.
Die Übertragung für die Blockflöte ist kein absurder Exotismus: Zum einen sind Übertragungen instrumentaler Solostimmen oder ganzer Solowerke von Bachs Hand oder der eines seiner Schüler durchaus nichts Ungewöhnliches, weshalb von manchem Werk mehrere gültige, zumindest plausible Versionen bekannt sind. Zum anderen ist Bachs instrumentale Idiomatik weit weniger ausgeprägt als zum Beispiel bei seinem Zeitgenossen Telemann: Bachs komplexer Personalstil mag auf Anhieb unverkennbar sein, die Frage, welchem Instrument konkret eine Linie oder Figur zuzuordnen ist, ist nicht vergleichbar leicht zu entscheiden. Deshalb mag hier der – auch historisch und theoretisch gut grundierte – Pragmatismus die Oberhand behalten: Bachs Musik ist so attraktiv, dass sie jeder und jedem für eine inspirierte Deutung offensteht.
Edle Kammermusik
Und Michaela Petri, erfahren im älteren Repertoire wie in der Musik der Gegenwart, ist inspiriert. Natürlich auf stabilen Grundlagen: Edle Artikulation, perlende Geläufigkeit und technische Souveränität – all das ist reichlich zu hören. Zugleich verlässt sie in keinem Augenblick ein geradezu natürlich strömender Ton, elegant in allen Lagen und auf allen verwendeten Alt- und Tenorinstrumenten gleichermaßen. Bachs ja gerade nicht leicht zu explizierendes Idiom verlebendigt sie ganz selbstverständlich, mühelos und plausibel. Die Tempi sind entschieden gewählt, stimmige Relationen das Ergebnis, mit einem feinen Sog in der Satzfolge der Sonaten.
Das Cembalo von Mahan Esfahani ist in BWV 1030-1032 ‚concertato‘ gefordert. Entsprechend präsent und geschmackvoll dialogisiert Esfahani, durchaus selbstbewusst, im musikalischen Rang direkt platziert neben der Blockflöte von Michaela Petri. Gemeinsam mit der Gambistin Hille Perl formiert er auch in den anderen Sonaten einen Basso continuo, der agil ist und wesentlich mehr mitgestaltet als diese Abstufung vermuten ließe. Ergebnis ist ein feines Ensemble, das auch in der Rasanz eines Presto keine bloße Artistik vorführt, sondern stimmiges, kommunikatives Musizieren. Und wenn es ‚Largo e dolce‘ heißt, werden lyrische Schönheiten mit Geduld und Seele ausmusiziert. Das alles in einem klaren, feingliedrigen Klangbild, das gut disponiert ist und mit einer feinen räumlichen Note versehen. Allenfalls eine um Nuancen zu schlanke Basssphäre ist anzumerken. Eine tolle Kammermusikformation hat sich da zusammengefunden: Petri, Perl und Esfahani musizieren intensiv, schlüssig und inspiriert. Diese Drei haben ihren Bach verstanden. 
Dr. Matthias Lange, Klassik.com (Germany)

Tour De Force Reprise Of Bach Flute Sonatas
Karen Cook, Early Music America, US
16 December 2019
Danish recorder player Michala Petri plays the six Bach flute sonatas on her new recording.
Bach: 6 Flute Sonatas BWV 1030–1035. Michala Petri (recorder), Hille Perl (viola da gamba), Mahan Esfahani (harpsichord). OUR Recordings 6.220673
It has been more than 25 years since recorder virtuoso Michala Petri last recorded J. S. Bach’s six flute sonatas. That album, with Keith Jarrett on harpsichord, was released in 1992 to great acclaim; this one will undoubtedly receive effusive praise as well.
When returning to the same works after such a length of time, one might expect to hear a completely new approach, a drastic contrast. Not so here; Petri is still a tour de force, but she plays here with an ease and command that can only be borne through working with this kind of music until it sinks into your bones. That artistic maturity shows through in her discerning approach to articulation, rhetorical gesture, tempo, and tone color. She chooses different instruments this time around, shifting downward in register to alto and tenor recorders (requiring three of the sonatas to be transposed from Bach’s original keys).
Perhaps most significant, though, is the change in continuo: in addition to Mahan Esfahani’s harpsichord, the bass line is reinforced by Hille Perl on viola da gamba. Perl’s rich, warm lower register is the perfect complement to Petri’s recorders, and the moments in which she occupies the main stage — listen, for example, to the lovely plucked introduction to the Andante of BWV 1034 or the subtle presence of her drone in the first movement of BWV 1033 — are to be prized. Whether due to this change in configuration, the louder yet mellower harpsichord, or simple taste, the acoustic space sounds warmer and more intimate than that of the earlier recording.
While on a few occasions I would not be sorry to have the gamba come through even a bit more in the mix, on the whole the acoustic environment captures the blend of the three instruments beautifully. Every movement of each sonata feels like a conversation between old friends; everyone might be at Petri’s house, but that doesn’t mean that Esfahani and Perl sit in silence. In the opening Allegro moderato of BWV 1031, for example, it is Esfahani who begins, laying out the basic thematic material before scurrying away in a flutter of fast scalar passages. Petri enters, reiterating the main melody, but just below her is Perl, who makes the bass line sing like a natural countermelody rather than a mere tonal prop. Or, as contrast, listen to the more communal effort found in the concluding Allegros of BWV 1032 and 1035, both of which showcase equally the virtuosity of each player.
Bach likely wrote these six sonatas for the flauto traverso, if indeed he wrote all of them (his authorship of two of them remains disputed). However, Bach was a practical musician who lived in practical times; whether or not he might have had a preferred key, or instrument, he certainly felt free to borrow, rearrange, and alter musical ideas from himself and from others with great frequency. It stands to reason, then, that he might have rather enjoyed Petri’s recorders. I know I do. Karen Cook, December 16th 2019
Karen Cook specializes in the music, theory, and notation of the late medieval and early Renaissance periods. She is assistant professor of music at the University of Hartford in Connecticut.
Karen Cook, Early Music America, US

Bach – safe in the hands of Michala Petri.
Elizabeth Walker, Flute Journal, UK
09 December 2019
Johann Sebastian Bach 6 Flute Sonatas BWV 1030 – 1035 Michala Petri recorder, Hille Perl viola da gamba, Mahan Esfahani harpsichord. OUR recordings.com distributed by NGL Naxos. 
I have long been a fan of Michala Petri, knowing of her performances when I was a student of the recorder in the early 1980’s. Michala has contributed enormously to the popularity of the instrument, inspiring generations of recorder players, including myself, with her musicianship, clarity of sound and collaboration with composers and great musicians. So, I was delighted to be invited to review this disc.
I recorded J.S. Bach’s flute sonatas in 2011 for Quartz Music with my group Continuum. I too chose not to record them on the instrument for which they were composed, namely the one keyed baroque flute, but to record them on a modern wooden flute. However, I do play and perform on the baroque flute and first learnt these sonatas on this instrument. I strongly believe that the creative genius of Johann Sebastian Bach is evident in the way he highlights and exaggerates the innate unequal chromatic tones of the baroque flute.
 
In the baroque era we see composers such as Telemann, Handel, Leclair, Boismortier and others, publishing a sonata with a list of possible instruments it can be played on – Flute, Recorder, Oboe or Violin. These pieces we feel at liberty to transpose for different recorders or arrange in a different compass to suit a different instrument. However, J.S.Bach was far more specific about his instrumentation. Notice in the orchestral scores of Bach’s oratorios for example, how he chooses a particular instrument to characterise each and every aria and recitative. As musicians we should surely respect this and decide not to play the flute sonatas on anything other than a flute. However, the music contained in these stunning sonatas is perhaps simply too good not to share! 
And so, the next question naturally arises; should we try to reproduce the sonatas reflecting all the nuances and inflections possible on a baroque flute, or capture the essence of the recorder and make these sonatas resonate with the intrinsic qualities of this instrument? For me, the answer is perhaps to try and do both!  In the CD notes, harpsichordist, Mahan Esfahani writes “It should be clear from the performances on this particular disc that the performers have not simply transferred to another instrument all the mannerisms and idiom of the flute… Instead, we have translated Bach’s music to the capabilities of our own instruments”. And in this wonderful new recording, I believe Michala Petri and her fabulous continuo team do indeed achieve this. 
 
Michala Petri tackles the breathtakingly complex B minor sonata BWV 1030 on an alto recorder with clarity of expression and space. (See below.) As an obligato sonata, the use of a strung bass is not strictly necessary, but here the viola da gamba was used in all but the 3rd movement Presto, and this brought an additional expression and variety to the ensemble. I was particularly struck by the slow movement, where Michala Petri created momentum with naturally flowing lines and use of vibrato; never too jovial, never too self-indulgent. The third movement is naturally a perfect movement for the recorder, with sprightly articulations, syncopated rhythms and a wide range of voicings, all sounding effortless with Michala’s brilliant expertise. 
In the CD notes I could not find any information about who had written the arrangements, or realised the incomplete A major sonata, (performed here in G major) or the choice of recorder, tenor versus alto? I would have liked to have had a lot more information about these choices. The next few sonatas are performed on a tenor recorder, which changes the dynamics of the ensemble hugely. The E flat major sonata BWV 1031 felt earthier with this deeper tonality, and there were sections of the first movement where I felt the recorder voicing to be a little too low. However, the recorder was perfectly sonorous in the beautiful Siciliano and a lovely balance of tone was found between the harpsichord and lyrical gamba. 
 
The A major sonata, BWV 1032 had great energy and balance with some intelligent use of variety in the continuo team, the Largo e dolce showing how skilfully Michala Petri uses her vibrato. In this movement I would expect to miss the flute’s ability to add pathos and colour to the harmonic notes, but these were all given special attention by Petri
The C major sonata BWV 1033 was again performed on a tenor recorder and the Menuettos were a real highlight of the disc for me – glorious ornaments and variety from Michala Petri, and again, great variety from the continuo team.
Sadly, I really missed the sonority and colour of the flute in the great E minor sonata BWV 1034 (performed here in G minor). I felt the first movement lacked gravity and pathos and the natural inability to shape the ends of notes on the recorder, which was somewhat highlighted on the gamba, was missing in the recorder line. However, the second movement was far more successful, and the third movement, Andante, was another disc highlight for me. A beautiful idea to open the movement with the glorious bass line played as a gamba solo, the recorder line finally added with a glorious, ringing tonality. 
The final sonata on this disc is the Flute Sonata in E major BWV 1035, performed here on alto recorder in F major. This fabulous sonata works very well on the recorder and I greatly enjoyed hearing the Siciliano as a recorder and gamba duet with the harpsichord adding a rhythmical accompaniment in the repeated sections. 
This is a wonderfully crafted disc with lots of variety from the continuo team and skilled recorder playing. Bach – safe in the hands of Michala Petri.
Elizabeth Walker, Flute Journal, UK

A pure Bach delight. - 6 Stars
Peter Dürrfeld, Kristeligt Dagblad
03 December 2019
6 stars
Den rene Bach-fryd

I den kanoniserede BWV – Johann Sebastian Bachs værkfortegnelse – dækker numrene 1030-1035 de seks fløjtesonater, som for et halvt års tid siden henrykkede tilhørerne og denne anmelder ved en koncert i Garnisons Kirke i København. Begejstringen er ikke blevet mindre efter et genhør på en nyligt udgivet cd - hele musikken er nemlig nu blevet udgivet af OUR Recordings. Som sædvanligt er udstyret og den lydtekniske kvalitet helt i top, og det samme gælder i allerhøjeste grad, hvad de tre musikere – den verdensberømte danske blokfløjtenist Michala Petri den tyske viola da gamba-virtuos Hille Perl og den iranske cembalist Mahan Esfahani– præsterer på deres instrumenter. De spiller hele vejen igennem Bachs herlige musik med kraft og saft, uden krukkeri eller svinkeærinder.
Og spilletiden er generøs: de seks fløjtesonater har en samlet varighed på omkring fem kvarter, og det er værd at understrege, at det på intet tidspunkt bliver ensformigt, heller ikke selvom skiven – som i mit tilfælde – har fået adskillige ture i cd-afspilleren. Det er måske en af hemmelighederne ved mange af Bachs værker, at de er så slidstærke. Og man opdager ved hver gennemlytning, at der er talrige variationer både i helheden og inden for den enkelte sonate: En svævende siciliano-sats kan blive afløst af en halsbrækkende allegro, og pludselig træder cembalisten frem som solist, eller man oplever subtilt pizzicato-spil fra gamben, der ellers har bidraget med at lægge en slagkraftig bund under blokfløjtens udfoldelser!
Der er kort sagt tale om en af årets mest givende udgivelser, så det er bare at tage imod.
 Peter Dürrfeld, Kristeligt Dagblad, 2. December 2019
Johann Sebastian Bach: 6 Flute Sonatas BWV 1030-1035 – Michala Petri, recorder – Hille Perl, viola da gamba, Mahan Estafani, harpsichord – OUR Recordings 6.220673
https://www.youtube.com/watch?v=vuSvKQh06tI
 
English Google Translation:
A pure Bach delight. - 6 Stars
In the canonized BWV - Johann Sebastian Bach's list of works - the numbers 1030-1035 cover the six flute sonatas, which a half year ago delighted the audience and this reviewer at a concert at Garrison's Church in Copenhagen. The enthusiasm has not diminished after a re-hearing on a recently released CD - the whole music has now been released by OUR Recordings. As usual, the equipment and the sound-technical quality are the top and the same goes with what the three musicians - the world famous Danish recorder Michala Petri, the German viola da gamba virtuoso Hille Perl and the Iranian harpsichordist Mahan Esfahani – when they perform their instruments. They play all the way through the wonderful music of Bach with “power and juice”, without pitchers or piglets.
And the playing time is generous: the six flute sonatas have a total duration of about five quarters, and it's worth pointing out that it will never be monotonous, even if the disc - as in my case - has made several trips in the CD player. It is perhaps one of the secrets of many of Bach's works that they are so durable. And every time you hear, you find that there are numerous variations in the whole and within the individual sonata: A floating Siciliano movement can be replaced by a throbbing allegro, and suddenly the harpsichord performs as a soloist or you experience subtle pizzicato playing from the viola da gamba, who otherwise helped lay a powerful bottom during the recorder's exertions.
In short, this is one of the most rewarding releases of the year, so it's just to welcome!
Johann Sebastian Bach: 6 Flute Sonatas BWV 1030-1035 - Michala Petri, recorder - Hille Perl, viola da gamba, Mahan Estafani, harpsichord - OUR Recordings 6.220673
https://www.youtube.com/watch?v=vuSvKQh06tI
Peter Dürrfeld, Kristeligt Dagblad

A newly formed musical dream team joins Michela's journey
Naofumi Yazaki
02 December 2019
Chief Editors recommendation Album introduction:
To celebrate the 40th record anniversary of OUR Recordings, Michala Petri can't pick a more exciting repertoire than Bach's flute sonatas. Michala and Keith Jarrett from 1992 has already achieved legendary status. Just as her collaboration with Jarrett demonstrated a way to "rejuvenate" Bach's work, this new record is equally inspiring and transcendent.
A newly formed musical dream team joins Michela's journey: Harpsichord player Mahan Esfahani and viola da gamba player Hille Perl. 

https://mp.weixin.qq.com/s/dJrJjKd8BGsY4KVjjRKNKw
Google Translation:
Editor-in-Chief recommended:
The world's best recorder player Michala Petri is playing with today's most watched viola da gamba player Hille Perl and the award winning harpsichordist Mahan Esfahani, the adaptation of the Bach flute sonata.
The colorful details of the incredible recorder sound match the soft tone of the viola da gamba. The three trio's performances are closely and wonderfully combined, giving the impression of being like a jazz trio.
 
 
Naofumi Yazaki